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Hinweise zur Anwendung von Enteisungsflüssigkeit Typ IV

vom 18.10.2000 (NfL II – 89/00)

 

1. Allgemeines

Diese NfL enthält Hinweise zur Anwendung von Enteisungsflüssigkeit Typ IV zum Schutz des Flugzeuges vor erneuter Vereisung.

2. Hinweise

Bei der Anwendung von Enteisungsflüssigkeiten ist durch den Luftfahrtunternehmer oder durch den verantwortlichen Luftfahrzeugführer (Kommandanten) folgendes zu beachten:

Die mehrfache Anwendung von Enteisungsflüssigkeit Typ IV als reiner Vereisungsschutz im Einstufen-Verfahren (Anti Icing im One Step Procedure, d.h. das Aufbringen von Enteisungsflüssigkeit auf das saubere Luftfahrzeug zum Schutz vor Vereisung z.B. bei Nacht [overnight protection]) ist auf ein notwendiges Maß zu beschränken, da es in aerodynamisch „ruhigen“ Bereichen, Hohlräumen und Spalten des Flugzeuges zur Ansammlung von Rückständen der Enteisungsflüssigkeit (eingetrocknete Verdickerreste) kommen kann. Diese Rückstände können unter bestimmten Bedingungen wie z.B. bei entsprechender Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit und/oder bei Regen aufquellen und anschließend gefrieren. Dies kann zu einer Blockierung bzw. eingeschränkten Funktion der Flugzeugsteuerung durch gefrorene Rückstände führen.

Die Verfahren für die Enteisung und für den Schutz vor erneuter Vereisung (De-Icing / Anti-Icing) der Flugzeuge am Boden sind, soweit erforderlich, zu bearbeiten, um Rückstände zu minimieren. (Siehe auch 14. Ausgabe der AEA vom 28. August 2000 zum Thema "Empfehlungen für das Enteisen und Schutz vor erneuter Vereisung des Flugzeuges am Boden" unter www.aea.be / Special Publications)

Es sind vom Flugzeughersteller Anweisungen anzufordern, die zur Beschreibung von Verfahren für das Feststellen und Entfernen eingetrockneter Verdickerreste geeignet sind.

Festgestellte Verdickerreste sind vor dem nächsten Start zu entfernen.

Die Flugzeugbesatzungen sind über die Enteisung und Besonderheiten bei der Benutzung von Enteisungsflüssigkeit Typ IV zu unterrichten.

Der Luftfahrtunternehmer oder der verantwortliche Luftfahrzeugführer (Kommandant) hat der zuständigen Luftfahrtbehörde Störungen, die durch die Anwendung von Enteisungsflüssigkeit Typ IV hervorgerufen wurden, innerhalb von 3 Tagen zu melden.

 

Braunschweig, den 18.10.2000

LBA-U 251

Der Direktor des Luftfahrt-Bundesamtes



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