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Voraussetzungen zur Erteilung von Flugverkehrskontrollfreigaben
zur Durchführung von Flügen nach Sichtflugregeln (VFR)
im Luftraum der Klasse D (nicht Kontrollzone)

vom 10. 2. 2000 (NfL I – 43/00)



Auf Grund des § 26 Abs. 1 Satz 3 der Luftverkehrs-Ordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. November 1969 (BGBl. I S. 2117), zuletzt geändert durch Artikel 5 des elften Gesetzes zur Änderung des Luftverkehrsgesetzes vom 25. August 1998 (BGBl. I S. 2432) und Artikel 3 des Gesetzes über die Untersuchung von Unfällen und Störungen bei dem Betrieb ziviler Luftfahrzeuge und zur entsprechenden Anpassung anderer luftrechtlicher Vorschriften vom 26. August 1998 (BGBl. I S. 2470) gibt die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH die Voraussetzungen zur Erteilung von Flugverkehrskontrollfreigaben zur Durchführung von Flügen nach Sichtflugregeln im Luftraum der Klasse D (nicht Kontrollzone) bekannt.

1.     Flugverkehrskontrollfreigaben

1.1     Freigaben für diese Flüge werden erteilt, sofern die Verkehrslage dies gestattet.

1.2     Die Erteilung einer Flugverkehrskontrollfreigabe für motorgetriebene Luftfahrzeuge zum Einflug in den Luftraum der Klasse D (nicht Kontrollzone) wird grundsätzlich von der Schaltung eines Sekundärradar-Antwortgerätes (Transponder) abhängig gemacht. Der Transponder muß für den Abfragemodus A mit 4096 Antwortcodes und für den Abfragemodus C mit automatischer Höhenübermittlung ausgestattet sein oder Mode S-Technik verwenden.

1.3     In Ausnahmefällen können Freigaben auch erteilt werden, wenn Luftfahrzeuge nicht mit der in der FSAV für Flüge nach Sichtflugregeln vorgeschriebenen funktionstüchtigen Flugsicherungsausrüstung ausgestattet sind.

1.4     Freigaben zum Einflug in den Luftraum der Klasse D (nicht Kontrollzone) für örtliche Flüge an Flugplätzen unterhalb dieses Luftraumes richten sich nach besonderen Regelungen mit der zuständigen Flugverkehrskontrolle, sofern diese ein solches Verfahren für vertretbar hält. Die Voraussetzungen zur Erteilung von Flugverkehrskontrollfreigaben für Segelflüge im Luftraum der Klasse D (nicht Kontrollzone) sind in gesonderten NfL – I bekannt gemacht.

1.5     VFR-Flüge von öffentlichem Interesse (z.B. Foto- und Vermessungsflüge) sind bei der zuständigen Flugverkehrskontrolle im Voraus anzumelden und mit dieser abzustimmen.

2.     Durchführung

2.1     Der Sprechfunk wird in englischer und deutscher Sprache durchgeführt. Dabei sind die veröffentlichten Sprechgruppen entsprechend anzuwenden.

2.2     Mit der zuständigen Flugverkehrskontrolle ist Sprechfunkverbindung wie folgt aufzunehmen:

–     spätestens 5 Minuten vor Einflug in diesen Luftraum;

–     beim Abflug von einem Flugplatz unterhalb dieses Luftraumes so bald wie möglich nach dem Start.

2.3     Zur Durchführung dieser VFR-Flüge sind vom Luftfahrzeugführer folgende Flugdaten zu übermitteln:

a)     Luftfahrzeugkennung/Rufzeichen;

b)     Luftfahrzeugmuster;

c)     Position;

d)     Flugstrecke;

e)     Flughöhe.

2.4     Kann der Luftfahrzeugführer eine Freigabe aus Wetter- oder anderen Gründen nicht einhalten, hat er rechtzeitig eine geänderte Freigabe einzuholen.

2.5     Im Interesse eines f1üssigen Verkehrsablaufs kann die zuständige Flugverkehrskontrolle den Flug auf eine andere als die beantragte Flugstrecke/Flughöhe freigeben.

2.6     Fällt bei einem Flug nach Sichtflugregeln die Funkverbindung vor Einflug in den Luftraum der Klasse D (nicht Kontrollzone) aus, hat der Luftfahrzeugführer dieses Gebiet unbeschadet einer bereits erhaltenen Einflugfreigabe zu meiden; tritt der Funkausfall innerhalb des Luftraumes der Klasse  D (nicht Kontrollzone) ein, hat der Luftfahrzeugführer den Flug gemäß erhaltener und bestätigter Freigabe weiterzuführen oder, falls dies nicht möglich ist, dieses Gebiet unter Einhaltung der Sichtflugregeln gem. § 28 Abs. 1 Anlage 5 LuftVO auf dem kürzesten Wege zu verlassen.

2.7     Die Flugverkehrskontrolle informiert den Luftfahrzeugführer über den Einflug in den und den Ausflug aus dem Luftraum der Klasse D (nicht Kontrollzone).

3. Diese Bekanntmachung tritt am 23. März 2000 in Kraft. Gleichzeitig treten die Bekanntmachungen über die Voraussetzungen zur Erteilung von Flugverkehrskontrollfreigaben und Auflagen zur Durchführung von Flügen nach Sichtflugregeln (VFR) im Luftraum der Klasse D (nicht Kontrollzone) im Raum Stuttgart und Hamburg vom 26.07.1999 (NfL I – 248/99) sowie im Raum Bremen, Dresden, Leipzig und Münster/ Osnabrück vom 25.02.1999 (NfL I – 52/99 -Probebetrieb-) außer Kraft.

NfL I – 52/99 und I – 248/99 werden hiermit aufgehoben.


DFS Deutsche Flugsicherung GmbH



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